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Hotelkontingent für Hochzeitsgäste: So reserviert ihr die richtigen Zimmer

Hotelkontingent für Hochzeitsgäste: So reserviert ihr die richtigen Zimmer

Die Location steht, die Gästeliste wächst — und plötzlich stellt sich die nächste Frage: Wo schlafen eigentlich alle, die von weiter weg anreisen? Mit einem Hotelkontingent sichert ihr euren Gästen passende Zimmer, ohne jede Buchung selbst organisieren zu müssen. Entscheidend ist nur, dass Zimmerzahl, Fristen und Kosten von Anfang an klar geregelt sind.

Auf einen Blick: Für die meisten Hochzeiten ist ein unverbindliches Abrufkontingent die angenehmste Lösung. Das Hotel hält eine vereinbarte Zahl an Zimmern bis zu einer Buchungsfrist frei, eure Gäste reservieren und bezahlen selbst. Nicht gebuchte Zimmer gehen danach zurück in den freien Verkauf. Prüft trotzdem jede Vereinbarung genau: Unter dem Begriff „Hotelkontingent“ können sich je nach Hotel unterschiedliche Mindestabnahmen, Storno- und Zahlungsbedingungen verbergen.

Ein Teil eurer Gäste wohnt vielleicht in derselben Stadt. Andere fahren zwei Stunden, kommen mit dem Zug aus einem anderen Bundesland oder verbinden eure Hochzeit gleich mit einem kleinen Wochenendtrip. Spätestens dann reicht der Satz „In der Umgebung gibt es einige Hotels“ nicht mehr aus.

Ein gut vorbereitetes Zimmerkontingent nimmt euren Gästen die Suche ab und gibt ihnen Sicherheit: Das Hotel liegt passend zur Location, die Konditionen sind bekannt und die Buchung funktioniert über einen vereinbarten Namen, Code oder Link.

Für euch bedeutet das weniger einzelne Nachrichten zu Hotels, Preisen und freien Zimmern. Ihr müsst jedoch vorher genau klären, welche Verantwortung ihr mit der Reservierung übernehmt — denn nicht jedes Kontingent funktioniert gleich.

1. Was ist ein Hotelkontingent?

Bei einem Hotelkontingent hält ein Hotel für einen bestimmten Zeitraum mehrere Zimmer für eure Hochzeitsgesellschaft bereit. Die Zimmer sind zunächst nicht für beliebige Reisende buchbar, sondern werden eurer Gruppe zugeordnet.

Eure Gäste reservieren anschließend unter einem vereinbarten Stichwort, über einen Buchungscode oder über einen eigenen Link. Häufig bezahlen sie ihre Zimmer direkt selbst. Welche Zimmerkategorien, Preise und Stornobedingungen gelten, legt das Hotel in der Vereinbarung fest.

Typische Bestandteile eines Kontingents sind:

  • eine bestimmte Anzahl an Einzel-, Doppel- oder Familienzimmern,
  • ein vereinbarter Übernachtungspreis oder ein Rabatt,
  • ein Buchungsstichwort, Gruppencode oder persönlicher Link,
  • eine Frist, bis zu der die Zimmer reserviert werden können,
  • individuelle Stornobedingungen für die Gäste,
  • gegebenenfalls Frühstück, Parkplatz oder weitere Leistungen.

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen dem Zimmerkontingent selbst und den späteren Einzelbuchungen. Das Kontingent beschreibt zunächst, wie viele Zimmer für eure Gruppe bereitgehalten werden. Der einzelne Beherbergungsvertrag entsteht in vielen Modellen erst, wenn ein Gast sein Zimmer verbindlich reserviert.

2. Abrufkontingent oder festes Kontingent?

Im Alltag werden unterschiedliche Modelle häufig einfach als „Zimmerkontingent“ bezeichnet. Für euch ist aber entscheidend, ob ihr für nicht gebuchte Zimmer einstehen müsst.

Das unverbindliche Abrufkontingent

Bei einem Abrufkontingent hält das Hotel Zimmer bis zu einer vereinbarten Frist für eure Hochzeitsgesellschaft frei. Eure Gäste buchen und bezahlen ihre Zimmer selbst. Nicht abgerufene Zimmer werden nach Ablauf der Frist wieder regulär angeboten.

Im für euch günstigsten Modell entstehen dem Hochzeitspaar für die nicht genutzten Zimmer keine Kosten. Das sollte ausdrücklich in der schriftlichen Bestätigung stehen — verlasst euch nicht allein auf die Bezeichnung „Abrufkontingent“.

Das feste oder garantierte Kontingent

Bei einem festen Kontingent verpflichtet sich eine Person oder Gruppe, eine bestimmte Zahl an Zimmern beziehungsweise Zimmernächten abzunehmen. Werden weniger Zimmer gebucht als vereinbart, können Kosten für die Differenz entstehen.

Ein solches Modell kann sinnvoll sein, wenn ihr ein kleines Hotel vollständig oder nahezu vollständig für eure Hochzeitsgesellschaft benötigt. Das finanzielle Risiko ist jedoch deutlich höher.

Merkmal Abrufkontingent Festes Kontingent
Buchung Gäste buchen ihre Zimmer selbst Zimmer werden verbindlich für die Gruppe reserviert
Zahlung Meist direkt durch den jeweiligen Gast Je nach Vertrag durch Gäste oder zentrale Vertragspartei
Nicht gebuchte Zimmer Werden nach der Frist häufig wieder freigegeben Können zu einer Zahlungspflicht führen
Risiko für das Hochzeitspaar Gering, wenn ausdrücklich unverbindlich vereinbart Höher durch Mindestabnahme oder garantierten Umsatz
Geeignet für Die meisten klassischen Hochzeiten Exklusive Hotelbuchungen oder sehr sicher planbare Gruppen
Wichtig: Nicht der Name entscheidet, sondern der Vertrag. Prüft immer, wer die Buchung garantiert, wer bei einer Nichtbelegung zahlt und bis wann Zimmer kostenfrei reduziert oder freigegeben werden können.

3. Wann lohnt sich ein Hotelkontingent?

Ein Kontingent ist besonders hilfreich, wenn mehrere Gäste von weiter weg anreisen oder die Hochzeit an einem Ort mit begrenzten Übernachtungsmöglichkeiten stattfindet. Die Übernachtung ist dabei nur ein Baustein — wie ihr eine Hochzeit mit weit anreisenden Gästen organisiert, betrifft auch Anfahrt, Zeitplan und Kommunikation.

Es lohnt sich vor allem, wenn:

  • viele Gäste eine längere Anfahrt haben,
  • eure Location außerhalb einer größeren Stadt liegt,
  • am Hochzeitswochenende gleichzeitig eine Messe, ein Festival oder eine andere Großveranstaltung stattfindet,
  • ihr einen Shuttle zwischen Hotel und Location plant,
  • viele Gäste gemeinsam frühstücken möchten,
  • die Feier bis spät in die Nacht dauert,
  • ihr eure Hochzeit als gemeinsames Wochenende plant.

Bei einer kleinen standesamtlichen Feier mit überwiegend lokalen Gästen reicht es dagegen häufig, zwei oder drei empfehlenswerte Hotels auf der Hochzeitswebsite zu nennen. Ein formelles Kontingent ist dann nicht zwingend notwendig.

4. Wie viele Zimmer solltet ihr reservieren?

Die Zahl der auswärtigen Gäste ist nicht automatisch die Zahl der benötigten Zimmer. Paare teilen sich meist ein Doppelzimmer, Familien benötigen eventuell ein größeres Zimmer und einzelne Gäste entscheiden sich vielleicht für eine private Unterkunft oder fahren nachts zurück. Grundlage der Rechnung ist deshalb eine belastbare Gästeliste für die Hochzeit.

Geht deshalb nicht von der Gesamtzahl eurer Gäste aus, sondern zählt konkrete Übernachtungseinheiten:

  1. Markiert alle Gäste mit längerer Anfahrt.
  2. Fasst Paare und Familien zu gemeinsamen Zimmern zusammen.
  3. Berücksichtigt Einzelzimmer für allein anreisende Gäste.
  4. Fragt enge Angehörige frühzeitig nach ihrem Bedarf.
  5. Plant bei einem unverbindlichen Kontingent einen kleinen Puffer ein.

Beispielrechnung für 80 Hochzeitsgäste

Von 80 Gästen reisen 34 Personen von weiter weg an. Darunter sind zwölf Paare und zehn allein reisende Personen:

12 Paare × 1 Doppelzimmer: 12 Zimmer

10 allein reisende Gäste × 1 Einzelzimmer: 10 Zimmer

Voraussichtlicher Bedarf: 22 Zimmer

Mögliche Anfrage: 22 bis 25 Zimmer als unverbindliches Abrufkontingent

Diese Rechnung ist nur eine erste Orientierung. Fragt besonders Eltern, Geschwister, Trauzeug:innen und Gäste mit Kindern frühzeitig direkt. Bei weiter entfernten Bekannten genügt häufig eine unverbindliche Bedarfsabfrage über euer Gästemanagement.

Reserviert nicht vorsorglich eine viel zu große Zahl, wenn ihr dafür eine Abnahme garantieren müsst. Bei einem fest gebuchten Kontingent sollte die Zimmerzahl eher vorsichtig kalkuliert werden.

5. Wann solltet ihr Hotels anfragen?

Beginnt mit der Suche, sobald Datum und Location verbindlich feststehen. Idealerweise kennt ihr das Hotelkontingent bereits, bevor die offiziellen Hochzeitseinladungen verschickt werden. Dann können eure Gäste direkt buchen und müssen nicht auf spätere Informationen warten.

Besonders früh solltet ihr anfragen, wenn:

  • ihr in der Hauptsaison oder an einem beliebten Sommerwochenende heiratet,
  • die Region nur wenige Hotels besitzt,
  • eine Messe, ein Konzert oder ein Stadtfest stattfindet,
  • viele Gäste mehrere Nächte bleiben möchten,
  • ihr ein kleines Hotel exklusiv nutzen möchtet.

Fragt zunächst zwei bis vier passende Hotels an. So könnt ihr Preise, Entfernung, Buchungsfristen und Vertragsbedingungen vergleichen, ohne eure Gäste mit zu vielen Optionen zu überfordern.

6. Das passende Hotel auswählen

Der günstigste Zimmerpreis ist nicht automatisch die beste Lösung. Nach einer langen Feier zählen kurze Wege, einfache Buchung und ein entspanntes Frühstück oft mehr als ein kleiner Preisunterschied.

Diese Punkte solltet ihr vergleichen:

  • Entfernung: Wie weit liegt das Hotel von der Location entfernt?
  • Transport: Ist ein Shuttle möglich oder notwendig?
  • Zimmerauswahl: Gibt es Einzel-, Doppel- und Familienzimmer?
  • Preis: Ist Frühstück bereits enthalten?
  • Buchung: Erhalten Gäste einen direkten Link oder Buchungscode?
  • Stornierung: Wie lange können einzelne Gäste kostenfrei absagen?
  • Check-in: Sind die Zimmer rechtzeitig vor der Trauung bezugsfertig?
  • Barrierefreiheit: Gibt es geeignete Zimmer und stufenlose Zugänge?
  • Parken: Sind ausreichend Parkplätze vorhanden und kosten diese extra?
  • Frühstück: Können auch Gäste teilnehmen, die nicht im Hotel schlafen?

Ein Hotel oder mehrere Unterkünfte?

Ein zentrales Hotel macht Shuttle, Kommunikation und gemeinsames Frühstück einfacher. Unterschiedliche Budgets und Zimmerwünsche lassen sich jedoch manchmal besser mit zwei Empfehlungen abdecken:

  • ein komfortables Haupthotel nahe der Location,
  • eine günstigere Alternative in erreichbarer Entfernung.

Mehr als drei Empfehlungen sind selten hilfreich. Zu viele Möglichkeiten verlagern die Hotelsuche nur wieder zurück zu euren Gästen.

7. Welche Angaben gehören in die Anfrage?

Je genauer eure erste Anfrage ist, desto besser kann das Hotel ein passendes Angebot erstellen. Nennt mindestens:

  • das Hochzeitsdatum,
  • gewünschte Anreise- und Abreisetage,
  • die ungefähr benötigte Zimmerzahl,
  • gewünschte Zimmerkategorien,
  • die Entfernung beziehungsweise Adresse der Hochzeitslocation,
  • den Wunsch nach einem unverbindlichen Abrufkontingent,
  • Fragen zu Frühstück, Parkplatz und Shuttle,
  • die gewünschte Buchungsfrist,
  • Fragen zu Storno- und Zahlungspflichten.

Bittet das Hotel um ein schriftliches Angebot, in dem nicht nur die Zimmerpreise, sondern auch alle Fristen und möglichen Verpflichtungen eindeutig aufgeführt sind. Besonders wichtig ist die ausdrückliche Information, ob euch für nicht gebuchte Zimmer Kosten entstehen.

8. Konditionen und Vertrag richtig prüfen

Lest das Angebot vollständig, bevor ihr es bestätigt. Auch ein freundlich formuliertes Schreiben kann Mindestabnahmen, gestaffelte Stornokosten oder eine persönliche Haftung enthalten.

Diese Fragen müssen schriftlich beantwortet sein:

  • Wie viele Zimmer werden für welchen Zeitraum reserviert?
  • Welche Zimmerpreise gelten und welche Leistungen sind enthalten?
  • Bis zu welchem Datum gilt das Kontingent?
  • Was passiert danach mit nicht gebuchten Zimmern?
  • Entstehen euch Kosten, wenn weniger Zimmer abgerufen werden?
  • Gibt es eine Mindestabnahme oder einen garantierten Mindestumsatz?
  • Wer schließt die einzelnen Buchungsverträge ab?
  • Wer bezahlt die Zimmer?
  • Welche Stornobedingungen gelten für eure Gäste?
  • Könnt ihr die Größe des Kontingents später reduzieren oder erweitern?
  • Was passiert, wenn das Hotel die Zimmer nicht bereitstellen kann?

Lasst euch mündliche Zusagen immer schriftlich bestätigen. Dazu gehören beispielsweise ein kostenloses Brautpaarzimmer, ein Gruppenrabatt, der Shuttle oder ein gemeinsames Frühstück.

Redaktioneller Hinweis: Hotelverträge und Stornobedingungen unterscheiden sich deutlich. Dieser Ratgeber ersetzt keine rechtliche Prüfung. Bei einem hohen garantierten Umsatz, einer vollständigen Hotelbuchung oder weitreichenden Haftung solltet ihr den Vertrag besonders sorgfältig prüfen lassen.

9. So buchen eure Gäste ihre Zimmer

Der Buchungsweg sollte so einfach sein, dass niemand beim Hotel nachfragen muss, welchem Kontingent die Reservierung zugeordnet werden soll.

Ideal sind:

  • ein direkter Buchungslink,
  • ein eindeutiger Buchungscode,
  • ein gut erkennbares Stichwort,
  • eine direkte Telefonnummer oder E-Mail-Adresse des Hotels.

Eure Gäste sollten außerdem sofort erkennen können:

  • welcher Preis gilt,
  • ob Frühstück enthalten ist,
  • bis wann gebucht werden muss,
  • wie lange kostenfrei storniert werden kann,
  • ob die Zahlung im Voraus oder erst im Hotel erfolgt.

Testet den Link beziehungsweise den Buchungscode selbst, bevor ihr ihn verschickt. Prüft dabei auch die mobile Darstellung und ob tatsächlich die vereinbarte Rate angezeigt wird.

10. Hotelkontingent auf der Hochzeitswebsite kommunizieren

Gedruckte Einladungen bieten selten genug Platz für Hotelpreise, Buchungsfristen und Stornobedingungen. Diese Informationen sind auf eurer Hochzeitswebsite besser aufgehoben und können dort bei Änderungen aktualisiert werden.

Bei MyWeddingPlace könnt ihr empfohlene Hotels gemeinsam mit Programm, Locations, Anfahrt und weiteren Gästeinformationen hinterlegen. So finden eure Gäste die Unterkunft direkt dort, wo sie auch den restlichen Ablauf prüfen und ihre Zu- oder Absage abgeben.

Gebt bei jedem Hotel mindestens den Namen, die Entfernung zur Location, den vereinbarten Zimmerpreis, enthaltene Leistungen, die Buchungsfrist und den Buchungsweg an. Zusätzlich sollte klar erkennbar sein, dass eure Gäste ihre Zimmer selbst beim Hotel reservieren und welche Stornobedingungen für sie gelten.

Erinnerung vor Ablauf der Buchungsfrist

Kurze Nachricht an eure Gäste

Ihr Lieben, eine kleine Erinnerung für alle, die bei unserer Hochzeit übernachten möchten: Das reservierte Zimmerkontingent im Hotel Stadtgarten ist noch bis zum 15. Mai verfügbar. Danach werden nicht gebuchte Zimmer wieder freigegeben. Alle Informationen und den Buchungslink findet ihr auf unserer Hochzeitswebsite.

Schickt eine solche Erinnerung nur an die Gäste, für die eine Übernachtung tatsächlich infrage kommt. Eine persönliche, gezielte Nachricht wirkt hilfreicher als eine große Rundnachricht an die gesamte Gästeliste.

11. Die häufigsten Fehler

Zu viele Zimmer verbindlich reservieren

Ein großer Sicherheitspuffer klingt zunächst beruhigend. Bei einer Mindestabnahme kann er jedoch teuer werden. Unterscheidet deshalb konsequent zwischen einer unverbindlichen Option und einer garantierten Buchung.

Nur auf den Zimmerpreis schauen

Frühstück, Parkplatz, Mindestaufenthalt und Stornierung können einen scheinbar günstigen Tarif deutlich verändern. Vergleicht immer den Gesamtumfang.

Die Buchungsfrist nicht deutlich nennen

Steht die Frist nur in einer langen Nachricht, wird sie leicht übersehen. Hebt sie auf der Hochzeitswebsite sichtbar hervor und erinnert rechtzeitig daran.

Die Hochzeit zu früh beginnen

Wenn die Trauung vor der regulären Check-in-Zeit beginnt, können Gäste ihr Zimmer möglicherweise noch nicht beziehen. Klärt einen frühen Check-in, eine Gepäckaufbewahrung oder empfehlt die Anreise am Vorabend.

Alle Buchungen selbst verwalten

Das Hochzeitspaar sollte nicht Geld einsammeln, Zimmer verteilen und jede Stornierung weiterleiten müssen. Lasst eure Gäste möglichst direkt beim Hotel buchen und bezahlen.

Hotelinformationen nur per WhatsApp verschicken

Nachrichten gehen verloren, Preise ändern sich und neue Gäste kennen den ursprünglichen Chat nicht. Hinterlegt alle aktuellen Angaben zentral auf eurer Hochzeitswebsite.

Keine günstigere Alternative nennen

Nicht jedes Budget passt zum Haupthotel. Eine zweite, etwas günstigere Unterkunft kann euren Gästen die Teilnahme erleichtern — besonders bei mehreren Übernachtungen.

12. Schritt-für-Schritt-Checkliste

1

Übernachtungsbedarf grob ermitteln: Markiert auswärtige Gäste und rechnet Paare, Familien und Einzelreisende in Zimmer um.

2

Zwei bis vier Hotels auswählen: Achtet auf Entfernung, Preisniveau, Zimmerarten, Frühstück und Anbindung.

3

Kontingent anfragen: Nennt Datum, voraussichtliche Zimmerzahl, Aufenthaltsdauer und den Wunsch nach einem unverbindlichen Abrufkontingent.

4

Angebote vollständig vergleichen: Prüft nicht nur den Preis, sondern auch Buchungsfrist, Storno, Mindestabnahme und Zusatzkosten.

5

Vereinbarung schriftlich bestätigen: Mündliche Zusagen zu Preisen, Freizimmern oder Shuttle gehören in die Bestätigung.

6

Buchungsweg testen: Öffnet Link oder Code selbst und kontrolliert, ob die vereinbarten Konditionen erscheinen.

7

Hotel auf der Hochzeitswebsite veröffentlichen: Nennt Preis, Leistungen, Frist, Buchungsweg und Stornierung übersichtlich.

8

Vor Fristablauf erinnern: Informiert die betroffenen Gäste rechtzeitig, bevor nicht gebuchte Zimmer freigegeben werden.

9

Belegung beim Hotel prüfen: Fragt kurz vor Ablauf der Frist nach, wie viele Zimmer bereits abgerufen wurden und ob eine Anpassung sinnvoll ist.

10

Letzte Details abstimmen: Klärt Check-in, Gepäck, Frühstück, Shuttle und mögliche Ansprechpartner für das Hochzeitswochenende.

13. Fazit

Ein Hotelkontingent ist dann gut organisiert, wenn es euren Gästen die Buchung erleichtert und euch selbst keine unnötige Verantwortung auflädt. Für viele Hochzeiten ist ein unverbindliches Abrufkontingent deshalb die praktischste Lösung: Das Hotel hält Zimmer bereit, die Gäste buchen selbst und nicht benötigte Zimmer werden nach der Frist wieder freigegeben.

Entscheidend ist nicht, möglichst viele Zimmer zu blockieren. Entscheidend sind klare Konditionen, ein realistischer Bedarf und eine einfache Kommunikation. Sobald Preis, Buchungsfrist und Link auf eurer Hochzeitswebsite stehen, wissen eure Gäste genau, was zu tun ist — und ihr müsst nicht jede Hotelbuchung einzeln begleiten.

14. Häufige Fragen

Was ist ein Hotelkontingent für eine Hochzeit?
Ein Hotel hält für einen festgelegten Zeitraum mehrere Zimmer für eure Hochzeitsgesellschaft bereit. Die Gäste buchen anschließend unter einem Stichwort, über einen Code oder über einen eigenen Link. Preise, Fristen und finanzielle Verpflichtungen richten sich nach der jeweiligen Vereinbarung.
Muss das Hochzeitspaar die Zimmer bezahlen?
Nicht zwingend. Bei vielen Abrufkontingenten buchen und bezahlen die Gäste ihre Zimmer direkt selbst. Bei einem festen oder garantierten Kontingent kann das Hochzeitspaar beziehungsweise die unterzeichnende Person jedoch für eine Mindestzahl an Zimmern oder einen Mindestumsatz einstehen. Prüft deshalb den Vertrag genau.
Wie viele Zimmer sollte man für Hochzeitsgäste reservieren?
Zählt zunächst alle voraussichtlich auswärts übernachtenden Paare, Familien und Einzelgäste als konkrete Zimmer. Bei einem unverbindlichen Kontingent könnt ihr einen kleinen Puffer einplanen. Bei einer garantierten Abnahme solltet ihr vorsichtiger kalkulieren.
Wann sollte man ein Hotelkontingent anfragen?
Sobald Hochzeitstermin und Location verbindlich feststehen. Idealerweise liegen die Hotelinformationen bereits vor, wenn ihr die offiziellen Einladungen verschickt. Bei beliebten Wochenenden, Messen oder wenigen Unterkünften in der Region solltet ihr besonders früh anfragen.
Was passiert nach Ablauf der Buchungsfrist?
Bei einem klassischen Abrufkontingent gibt das Hotel die nicht gebuchten Zimmer meist wieder für andere Gäste frei. Eure Hochzeitsgäste können danach eventuell weiterhin buchen, allerdings nur nach Verfügbarkeit und möglicherweise zu einem anderen Preis.
Können Gäste ihre Zimmer selbst stornieren?
In der Regel ja, wenn sie ihr Zimmer selbst beim Hotel gebucht haben. Dafür gelten die Stornobedingungen ihrer individuellen Reservierung. Diese können von der Frist des eigentlichen Kontingents abweichen und sollten bei der Buchung deutlich angezeigt werden.
Was tun, wenn das Hotelkontingent ausgebucht ist?
Fragt zuerst beim Hotel nach, ob weitere Zimmer zum vereinbarten oder zum aktuellen Preis ergänzt werden können. Ist das nicht möglich, veröffentlicht eine zweite Unterkunft auf eurer Hochzeitswebsite und prüft, ob sie in den geplanten Shuttle eingebunden werden kann.
Warum ist der Preis auf einem Buchungsportal manchmal günstiger?
Vergleicht genau, ob Zimmerart, Frühstück, Stornierung und Zahlungsbedingungen identisch sind. Falls ein öffentliches Angebot tatsächlich günstiger ist, dürfen Gäste selbstverständlich individuell buchen. Die Reservierung wird dann allerdings möglicherweise nicht eurem Kontingent zugeordnet.
Sollten wir ein gemeinsames Frühstück organisieren?
Ein gemeinsames Frühstück am Tag nach der Hochzeit ist ein schöner Abschluss, muss aber nicht automatisch Teil des Kontingents sein. Klärt mit dem Hotel, ob ein separater Bereich reserviert werden kann und ob auch Gäste teilnehmen dürfen, die in einer anderen Unterkunft schlafen.
Wie informieren wir Gäste am besten über das Hotelkontingent?
Hinterlegt Hotelname, Adresse, Preis, enthaltene Leistungen, Buchungsfrist, Stornobedingungen und Buchungslink zentral auf eurer Hochzeitswebsite. Auf der Einladung genügt ein kurzer Verweis oder QR-Code. Kurz vor Ablauf der Frist könnt ihr die betroffenen Gäste gezielt erinnern.